Gerechtigkeit gibt es nicht (und ist unerwünscht)

Gerechtigkeit ist wohl etwas, das sich alle (oder die meisten) wünschen, wenn sie selbst von Unrecht betroffen sind, das sie aber selbst bei anderen niemals versuchen würden wiederherzustellen, wenn sie selbst diejenigen sind, die Leid anrichten und damit Leben zerstört haben. Solange es keinen existenziellen Grund für sie gibt (zum Beispiel der drohende Verlust des sozialen Netzes bei ausbleibender Entschuldigung), sich selbst zu reflektieren und aus den ihnen von der im Kern kranken Gesellschaft und vom eigenen sozialen Kreis eingetrichterten und egoistischen (aber wohl menschlichen) Verhaltensmustern – die Egoismus fördern und belohnen – auszusteigen, wird von selbst nur selten der Impuls kommen, nochmal darüber nachzudenken, was man anderen mit seiner Art und seinem Handeln zugefügt hat.

Zu bequem sind die eigenen Denkmuster, mit denen man die komplette Schuld bei einem zwischenmenschlichen Konflikt auf die Gegenseite abschiebt, um es sich einfach zu machen und aus der ganzen Nummer herauszukommen, ohne dass man sein eigenes Selbstbild und Weltbild hinterfragen und sich womöglich noch eingestehen muss, dass man einen Menschen stark retraumatisiert und für sein Leben geschändet hat. Dass man ihm alles an innerer Energie und den letzten Rest Lebensfreude (und vor allem Hoffnung) geraubt hat und er auch im Schlaf keine Ruhe mehr findet.

Das ist etwas, das keiner gerne auf sich laden würde, selbst dann nicht, wenn ein (theoretisch) objektiver Beobachter feststellen würde, dass es tatsächlich so ist, dass man ein Menschenleben kaputt gemacht hat. Es ist aber vor allem auch etwas, das ich selbst meinen "Freunden" – die Menschen, die eigentlich ein Teil meines Lebens sein sollen, denn sonst wären es ja keine Freunde – niemals ihr Leben lang hinterhertragen würde, wenn erkennbar gewesen wäre, dass wahrhaftiges Interesse daran besteht, gemeinsam aus der Sache wieder raus zu kommen, das "Gleichgewicht" zwischen Recht und Unrecht wieder herzustellen und dabei bei sich selbst anzufangen, anstatt denjenigen im Kollektiv niederzumachen und hinter dem Rücken zu intrigieren, der es von allen Beteiligten am wenigsten verdient hat.

Aber ich war jung und dumm; ich war noch grün hinter den Ohren, obwohl ich schon viel mitgemacht habe, aber wie hart und brutal andere Menschen bzw. das Leben zuschlagen können, hat mich dann doch umgehauen. Und zwar tatsächlich umgehauen, und wenn ich diesen Satz hier schreibe, dann weiß ich schon, dass mir keiner glauben wird, weil der Bezug fehlt. Man wird eher versuchen, mich mit noch weiter zu invalidieren, mit Sätzen wie: "[...] wie krank du bist."

Wenn man aus dem Schlaf (der nur noch mürbe machende, unerholsame Folter ist) aufwacht und realisiert, dass alles, was einem mal etwas bedeutet hat (und für das ich mein letztes Hemd gegeben hätte), vom einen auf den anderen Moment weg ist, ein Schwindelgefühl im Gehirn einsetzt, so dass man realisiert, dass man wieder wie Abschaum von denjenigen behandelt wurde, die behaupteten, mich angeblich "lieb" zu haben, dann ist man verloren.

Auf echte Unterstützung von Bessergestellten braucht man nicht zu hoffen

Von dieser im Kern kranken Gesellschaft (die sich selbst nicht als krank wahrnimmt und in der fast jeder behauptet, dass er ja nicht so ist wie die "kalte Menschheit", obwohl er sich genau so widerwärtig verhält), braucht man nicht im Geringsten auf irgendeine Form von echter Unterstützung zu hoffen. Plattitüden gibt es aber zuhauf.

Die unerträglichen Zustände der chronisch gewordenen posttraumatischen Belastungsstörung, in die man mich rein getrieben hat, werden von Außenstehenden heruntergespielt und lächerlich gemacht. Ausgrenzung und Ignoranz stehen an der Tagesordnung und wirken wie ein Katalysator; es hat mich in den letzten 2 Jahren nur noch weiter rein getrieben. Man hat gefälligst so zu sein, wie die Norm, und sie wollen nicht wirklich wissen, dass es solch unfassbares Leid, das ein normales Leben unmöglich macht, auch in Deutschland existiert. Es werden allenfalls minimale Hilfestellungen gegeben, die vielleicht bei normalen Menschen helfen, die gerade eine schwierige Lebensphase haben (die aber vorbeigeht) und die nur "einen Tee" oder "ein heißes Bad" bräuchten, aber ansonsten braucht man sich von niemandem in irgendeiner Form Unterstützung oder Verständnis zu erhoffen, und schon gar nicht von Sozialbehörden.

Man wird krank und arm gehalten, und es wird einem der einzige Rückzugsort – die eigene neue Wohnung, in der man sich anfangs wohl fühlte – zerstört, nachdem man keine fünf Monate dort wohnen durfte, während die Täter aber schon ein Vielfaches von fünf Monaten in ihrer eigenen Wohnung wohnen und den Umständen entsprechend – und mit hin und wieder mal schwierigen Lebensphasen, die aber zum Leben dazugehören – gut durchs Leben kommen, größtenteils hervorragend in die im Kern kranke Gesellschaft integriert sind, absolut nichts zu befürchten haben (weder juristisch noch sozial) und auch noch durch soziale Unterstützung von Freunden und/oder Familie belohnt werden.

Wenn diese Menschen von Gerechtigkeit reden – oder davon, dass sie nicht so wären, wie die "kalte Menschheit" – dann gilt das für ihr eigenes Verhalten nur so lange, wie sie selbst davon profitieren können. Umgekehrt haben sie nämlich kein Problem damit (und geben das auch offen zu), dass sie genau so wieder handeln würden, sie sich nicht entschuldigen werden und der Gegenüber "alles selbst Schuld" sei. Und das ohne gleichzeitig das eigene Selbstbild zu hinterfragen, denn dann würde man ja wieder in einen inneren Konflikt mit sich selbst kommen. Diese Konflikte habe ich schon zuhauf gehabt, nur bin ich leider in einer Position, in der ich keinerlei soziale Unterstützung und Menschen habe, die mich spiegeln und mir vermitteln können, dass ich gut so bin wie ich bin oder schlecht so bin wie ich bin.

Denn darauf kommt es an: Menschen zu haben, die einem trotz der eigenen Taten sagen, dass man toll ist. Das muss nicht objektiv richtig sein, sondern muss sich nur subjektiv "richtig" anfühlen. Im einen Moment erzählen sie, die andere Person, die man gerne mag, hat die rosarote Brille auf, und im anderen Moment, wenn es ihnen schlecht geht, holen sie sich von genau dieser Person die Bestätigung für ihr Selbstwertgefühl ab. Man glaubt das, was man glauben will. Wenn man das hat, kann man andere Menschen endgültig zerstören, ohne dass man sich selbst hinterfragen, mit gesenktem Blick über die Straße gehen und sich schämen muss, so wie ich es – zu Unrecht – tue.

Und das Folgende ist das Wichtigste von alldem hier

Würde ich nicht in Dauerisolation sitzen, in der ich niemanden habe, der mir einreden kann, dass das, was ich gemacht habe, richtig und gut (oder auch falsch) ist, dann wäre ich genau so wie die und müsste mich nicht reflektieren. Nur damit gesagt ist, dass das hier keine "Leistung" von mir ist. Von allem anderen auszugehen wäre Selbstüberschätzung und Arroganz. Ich weiß, wer ich bin und kenne mich ziemlich gut. Ich ging immer erst einmal davon aus, dass ich nicht besser bin als andere und dass ich mich für mich und mein traumatisiertes Verhalten schämen müsste.

Ich ließ mir von Menschen, die wirklich nicht ganz richtig im Kopf sind und sich "von Stimmen" befehlen lassen, sich den Strick zu binden ("immer wieder und wieder" – doch, im Ernst, das ist genau so passiert), einreden, dass ich irrationale Gedanken hätte, wenn ich den Zustand der Welt und vor allem meine Lebenssituation beschrieb und insgeheim einfach nur um Wärme und Geborgenheit bat. Ich wurde deswegen als "krank" betitelt und mein ganzes aus Traumata resultierende (aber nachvollziehbares und nicht irrationales) Verhalten pathologisiert – während sie selbst diejenigen sind, die Stimmen hören, Kinder absichtlich zum Weinen bringen und ihnen sagen, dass sie ihre Mutter nie wieder sehen werden ("um den Prozess des Weinens zu beobachten") und diverse andere Zeichen von Gestörtheit zeigten, die mit dem Verlust der Urteilsfähigkeit einhergehen und die keine logisch nachvollziehbare Erklärung haben.

Jeder, der da draußen in den unendlichen kalten Weiten des Internets unterwegs ist, (stark) traumatisiert und isoliert ist, nach Wärme und Geborgenheit sucht und glaubt, er würde in einem IRC-Channel "Freunde" finden (das war noch gar nicht mal meine Absicht, sie kamen auf mich zu), sollte sich hüten. Ich war mal eine ziemlich gefestigte Persönlichkeit, die im Laufe der Jahre immer weiter krank gemacht wurde und letztendlich einen IRC aufsuchte, weil ich glaubte, dass dort Gleichgesinnte sind und es so etwas wie eine Familie wäre. Dass dieser IRC und die Menschen dort diejenigen sein würden, die mir mal den rationalen und abgewägten Weg zur Sterbehilfe ebnen, hätte ich nicht gedacht.

Ja, ich war naiv und hätte es mit meiner Vernunft und meinem Verstand auch damals schon wissen können. Aber der Punkt ist: Ich wollte es nicht wissen; ich wollte doch glauben, dass ich dort Menschen hätte, die zusammenhalten und sich wichtig sind. Genau so wie ich einen der drei Kandidaten schon von Anfang an als "falsch" erkannte, aber mein Bauchgefühl ignorierte und immer wieder nett zu ihr war und an das Gute glaubte (weil ich ja "nicht so negativ denken" soll!). Vertraut auf euer Bauchgefühl, wenn ihr merkt, dass sich eine Person, die ihr vor euch habt, unauthentisch und falsch anfühlt, lasst euch nicht beirren und sucht lieber Kontakte im echten Leben, sofern das möglich ist (was es in besonders schweren Fällen nunmal nicht ist, auch wenn immer gerne so getan wird, als wäre es so einfach).

Ich hatte nur meine Vernunft, die mit der Zeit immer unbeeinflusster von vorgegeben, "kranken" sozialen Verhaltensmustern wurde, die aber wohl überlebenswichtig sind. Keiner, der mich unterstützt mit "Gut so! Die liegen falsch und du richtig! Du musst dich nicht rechtfertigen!", sondern nur die Vernunft und das (zwangsweise) Reflektieren meines Selbst. Andere müssen das nicht, weil sie einfach den Rat von denjenigen einholen, die ebenfalls in die im Kern kranke Struktur integriert sind und damit gut durchs leben kommen. Für mich bleibt nur die Vernunft, trotz der massiven Selbstzweifel, die diese Leute in mir ausgelöst haben. Und durch das bin ich ursprünglich auch krank geworden.

Ich bin immer wieder auf andere zugegangen, habe mich für sie eingesetzt (allerdings nicht auf die hinterhältige, intrigante Art, sondern ehrlich und "von Herzen"). Ich war da, wenn es anderen schlecht ging, ich war derjenige, der gut genug dafür war. Ich habe sie aufgebaut und ich habe es gerne gemacht, ohne bewusst irgendetwas als Gegenleistung erwartet zu haben. Wenn man mir aber sagt, man hätte mich "lieb" und ich wäre wichtig, dann ist das nicht mit den Taten in Einklang zu bringen, die sie mir (nach eigenen Angaben sogar noch bewusst!) angetan haben, für die sie sich aber weder entschuldigen, noch schämen. Während ich aber die größten Selbstzweifel habe und sage, dass ich mich für mich schäme und dass ich mich auf jeden Fall bei ihnen zu entschuldigen habe, was (wenn man die genauen Umstände kennt) allerdings ein schlechter Witz ist. Es sollte genau anders herum sein. Inzwischen weiß ich das.

Gerechtigkeit und ein fairer Prozess sind unerwünscht

Gerechtigkeit gibt es auf dieser Welt nicht und wird es mit dieser Art von Menschen auch nicht geben. Auf dieser Welt müsste keiner an Hunger leiden, keiner müsste ausgebeutet werden, und wir könnten uns hier ein so verdammt gutes Leben machen, ohne Traumatisierungen, Leid und Gewalt (sowohl körperlich als auch seelisch). Es sind besonders die von Menschen verursachten Traumatisierungen die Schlimmsten. Das kann man auch in der Literatur nachlesen, aber als Nichtbetroffener, der zudem noch angeklagt wird, einen anderen traumatisiert zu haben, besteht daran schon aus ureigenem Drang zum Erhalt des Selbst- und Weltbildes kein Interesse (das ist – leider – "normal").

Solche Anschuldigungen werden (selbst wenn sie belegbar sind) grundsätzlich weggedrückt, weil es eben so einfach ist. Hätte man versucht, mich aus Wut mit dem Auto totzufahren, hätte man die körperlichen Verletzungen eindeutig und zweifelsfrei mit eigenem Auge erkennen können (und könnte sich dann auch selbst nichts vormachen im Sinne von "Ich war das gar nicht; er ist alles selbst Schuld"), während man sich bei seelischem Totfahren aber auch plausibel herausreden kann und weiß, dass man weder juristisch noch sozial etwas zu befürchten hat.

Und die Tatsache, dass der eigene soziale Kreis einem Recht gibt und sagt "Richtig so!", bestätigt einen nur noch mehr, so dass sie mit einer absoluten Sicherheit wissen und auch lauthals verkünden, dass sie Recht haben! Während der Traumatisierte an sich selbst und an den Anschuldigungen zweifelt, weil er niemanden hat, der ihm einreden und subjektiv das Gefühl geben kann, dass er Recht hat, auch dann nicht, wenn er eigentlich Unrecht hat, so wie sie bei mir.

Es bleibt nur die Vernunft und das zwanghafte Reflektieren des eigenen Verhaltens (auch von Ereignissen aus der Vergangenheit, die gar nichts mit dem aktuellen Trauma zu tun haben, bei dem ich aber trotzdem die unschönen Dinge, wo ich anderen Unrecht getan habe, nicht mehr ausblenden kann, so wie sie es unbewusst bei mir tun).

Zusammenhalt in der Gesellschaft gibt es nur oberflächlich, denn jeder guckt nur, wie er selbst möglichst bequem durchs Leben kommt – und bei den Kandidaten hier in 2 von 3 Fällen mit Erfolg. Aber wie sollten die auch jemals von selbst auf die Idee kommen, dass es anders sein könnte und merken, dass sie hervorragend in eine kranke Struktur integriert sind, wenn es vom eigenen sozialen Kreis doch so vorgelebt wird und es sogar noch Belohnungen dafür gibt, wenn man einen anderen niedermacht, weil er einem selbst zu unbequem wird und er das eigene Bequem-durchs-Leben-kommen bedroht, weil ein radikales Umdenken erforderlich wäre, das Charakterstärke voraussetzen würde.

Das Umdenken setzt erst ein, wenn sie selbst in eine existenzbedrohende Situation kommen, so dass sie die unschönen Dinge, die sie von ihrem illusorischen Selbstbild versuchen fernzuhalten, nicht mehr ausblenden können! Solange ein soziales Netz vorhanden ist, das als emotionaler Schutzschild fungiert und es einen Orientierungsrahmen gibt (der vom sozialen Netz beeinflusst wird, das fast immer ein Teil der im Kern kranken Gesellschaft ist – ja, auch wenn die meinen, dass sie ja nicht so sind), können "Ansprüche" von außen (wie der nach Gerechtigkeit und einem fairen Prozess, der für sie aufgrund der zu befürchtenden Konsequenzen nur nachteilig wäre) ganz einfach belächelt werden.

Ob der Orientierungsrahmen vernünftig ist oder nicht, spielt keine Rolle. Es kommt zuerst darauf an, irgendeinen Orientierungsrahmen zu haben. Ohne einen Orientierungsrahmen kann ein Mensch nicht seelisch gesund bleiben, aber der Orientierungsrahmen muss dafür nicht unbedingt vernünftig sein (siehe Religionen, IS, etc.).

Wenn der Orientierungsrahmen beinhaltet, dass "gesunder Egoismus" (normalisiert, aber im Kern krank) in Ordnung ist und man die Person ruhig weiter fertig machen kann, damit man selbst keine Beeinträchtigungen in seinem eigenen Leben hat (die in keinem Verhältnis zu den zerstörenden Beeinträchtigungen stehen, die derjenige bekommt, der von solchen Leuten krank gemacht wird), dann wird es gemacht. Ohne dass man sich dafür rechtfertigen muss.

Aber am Allerwichtigsten: Ohne, dass vom eigenen sozialen Netz die Ausgrenzung befürchtet werden muss, weil es das widerwärtige Verhalten der Person nicht toleriert und diese dann einen existenziellen Grund hätte, umzudenken, um ihr soziales Netz nicht zu verlieren. Genau das passiert ja nicht. Es wird ihnen signalisiert, dass das genau so in Ordnung ist und dass man absolut keinerlei Konsequenzen zu befürchten hat, wenn man andere seelisch vernichtet.

Damit Menschen umdenken, sind auch keine Beiträge wie den hier vorliegenden erforderlich; das funktioniert nicht und ist vollkommen sinnlos. Es müssen Dinge im eigenen Leben passieren, die zu einem Umdenken von innen heraus führen. Klar, dann kann man immer noch versuchen, die neuen (unangenehmen) Erkenntnisse wegzudrücken, wenn man sich selbst nicht eingestehen will, dass man einem anderen Unrecht getan hat und es zu schambehaftet ist, das zuzugeben, aber in dem Fall hier kam es tatsächlich zu einem kleinen Umdenken bei einer Person, die sich dann von sich aus (und nicht aufgrund irgendeines Inputs von außen) bei mir meldete und mir davon berichtet hat.

Zufälligerweise war diese Person auch die eine von drei Kandidaten, bei der "bequem durchs Leben kommen" und "trotz ihres Anderssein noch hervorragend gut in die kranke Gesellschaft integriert" definitiv nicht zutrifft.

Es war natürlich kein Zufall, dass – wenn ein Umdenken bei einer der drei Personen hätte stattfinden sollen – es bei genau dieser Person geschah. Aber dazu müsste man noch genauere Einzelheiten wissen, um zu verstehen, was genau ich meine, und ich schreibe diesen Beitrag hier eigentlich nur für mich selbst. Ich kann auch mit absoluter Sicherheit sagen, dass bei den anderen zwei Kandidaten so schnell kein Umdenken einsetzen wird, und wenn doch, dass sie die Erkenntnisse dann trotzdem ausblenden, weil es zu schambehaftet wäre, zuzugeben, was sie angerichtet haben.

Weder Zusammenhalt, noch Zivilcourage durch Mitwisser

Anstatt Zusammenhalt und Zivilcourage zu zeigen, wurde sich nur auf die Reaktion konzentriert, die als das Problem dargestellt wurde – und nicht auf den Auslöser eben dieser Reaktion. Zusammenhalt gab es zwar dann doch, allerdings im Kollektiv derer, die gemeinsam – teilweise passiv, teilweise aktiv – auf einen drauf hauen und seine Reaktion auf bestimmte Umstände als das Problem darstellten, während sie sich zum Kreis der Vernünftigen zählten, sich untereinander Recht gaben und sich bestätigen konnten (typische Gruppendynamik). An einer echten gemeinsamen Lösung bestand kein Interesse, denn da hätte es dazugehört, sich auch mal zu entschuldigen für das, was man anderen angetan hat, und auch die Einsicht bei einer Person, die von einer anderen intriganten und lügenden Person – die die Situation ausgenutzt hat, um gut dazustehen – um den Finger gewickelt wurde und es nicht merken wollte.

Manche Menschen sollten mal, anstatt in den Weltraum zu blicken und sich auf weit entfernte Dinge zu konzentrieren, auf das Hier und Jetzt auf Erden konzentrieren. Es ist toll, wenn man über den Horizont hinausblicken kann und erkennt, dass es definitiv nicht normal ist, dass wir auf einer Kugel durch den luftleeren Raum fliegen und tagtäglich ein 150 Millionen Kilometer entfernter Feuerball den Himmel emporsteigt, aber zuerst sollte man doch mal die von Menschen verursachten Problem auf der Erde lösen. Aber daran besteht aus ureigenem Egoismus natürlich nicht viel Interesse, solange das einzelne Individuum in seiner Blase leben und möglichst bequem – mit hin und wieder mal schwierigen Lebensphasen, die natürlich auch "schlimm" sind! – durchs Leben kommen kann. Im Kern seid ihr Kackbratzen alle gleich.

Der Autor

Hi. Ich bin Thomas. Hier veröffentliche ich in unregelmäßgen Abständen mehr oder weniger interessante Beiträge über Dies und Jenes, hauptsächlich über Computer und IT. Außerdem mag ich die Linux-Kommandozeile, vor allem wenn ich mit (m)einer mechanischen Tastatur darauf herumhacken kann. 😀