Programmieren: Mädchencode

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Beim Programmieren bzw. herumfummeln an irgendwelchen Skripten lege ich großen Wert auf die Ästhetik und Einheitlichkeit des Quellcodes, damit anderen die Funktionsweise einer bestimmten Programmsequenz schnell klar wird und man Teile davon besser anpassen kann. Und vor allem, weil ich ästhetischen Quellcode einfach mag.

Am liebsten mag ich, wenn Strings, Variablen, Funktions-, Interface- oder Klassennamen, die zu einer bestimmten Gruppe gehören, genau die gleiche Anzahl an Zeichen haben. Mit einem Monospace-Font sind die Zeilen dann alle exakt gleich lang:

Application::set('DATABASE.BASENAME', '[…]');
Application::set('DATABASE.USERNAME', '[…]');
Application::set('DATABASE.PASSWORD', '[…]');

Die Zeit hat dazu einen interessanten Artikel: Programmieren: Mädchencode (aha, ich schreibe Mädchencode … 😎)!

Ein ästhetischer Code ist demnach mehr als nur funktional. Er besticht durch inhärente Klarheit im Design und ist leicht zu verstehen und zu ändern. Das permanente Streben nach dem Schönen in der Software ist eben nicht das Vorrecht weiblicher Programmierer. Angesichts der vornehmlich männlichen Code-Ästheten ist die Bezeichnung “Girl Code” eher eine unkorrekte Vereinfachung, die sich zu einem Kompliment entwickelt hat.